
Unter dem Begriff Naturgarten versteht man einen Garten, in dem eine einheimische Wildpflanzenvielzahl vorhanden ist. Es bedeutet auch, dass keine Kunstdünger und Pflanzenschutzmittel verwendet werden, denn dieses würde den Lebewesen nur unnötig schaden. Da von Natur aus nur die Pflanzen an einem Standort wachsen, deren Standortbedingungen auch erfüllt werden, ist es überflüssig der Natur nachzuhelfen. Der Einsatz von chemischen Erzeugnissen entfällt.
Aber es hat nichts mit einem verwahrlosten Garten zu tun. Für einen Naturgarten braucht man armen, ungedüngten Boden; dazu vermischt man die meist nährstoffreiche, vorhandene Erde mit Sand oder gar Kies. Gerade auf solchen Böden siedeln sich mit der Zeit die interessantesten und seltensten Pflanzen an. In einem Naturgarten werden Lebensräume für verschiedene Tiere geschaffen: Eine Trockenmauer, eine mit Kletterpflanzen berankte Hauswand, eine Blumenwiese, ein Teich und ein Komposthaufen könnten z.B. Eidechsen, Insekten, Würmer, Vögel, Frösche und Libellen anlocken. Am Teich oder an einer Blumenwiese sollte man einen Sitzplatz mit einplanen, denn nur so können Sie die Tiere ungestört beobachten und Ihre Gedanken schweifen lassen. Eine Blumenwiese ist sehr pflegeleicht, Sie sparen eine Menge Dünger, Wasser und nicht zuletzt Zeit, da sie anspruchsloser als eine einfache Rasenfläche ist. Im Sommer können Sie sich an bunten, duftenden Blüten von Wiesengräsern, Kräutern und Wiesenleguminosen wie Glockenblumen, Salbei, Schafgarbe und Margerite erfreuen.